15.10.2006

... und jetzt schreibt sie schoooon wieder von ihrem Auto

Jaja, ich weiß. Ich schreibe viel zu viel über mein Auto, aber außer mir über mein Auto Sorgen zu machen und den ganzen Tag in der Uni oder vor meinem Computer zu sitzen, passiert in meinem Leben im Moment wenig. Und mein Auto ist immer noch interessanter als über meine Suche nach Artikeln über die sozialhistorische Analyse der diachronen morphologischen Entwicklung des Konjunktiv II im Deutschen und anderen germanischen Sprachen zu schreiben. (Da! Jetzt hab ich gesagt, womit ich mich im Moment für meinen Morphologiekurs beschäftige! Interessant? - Nicht unbedingt, wenn man nicht gerade Germanist ist.)

Also zurück zu meinem Auto:
Morgen habe ich mit meinem Auto einen Termin in der Werkstatt. Ja, ich weiss, schoooon wieder. Die Leute da kennen schon jedes Schräubchen an meinem Auto.

In dieser Woche hat es angefangen beim Lenken immer wie ein wildes Schwein zu quietschen und die Kühlflüssigkeitsanzeige leuchtet immer auf. Aber, da an meinem Auto immer gleich mehrere Sachen kaputt gehen – sonst würde sich die Fahrt zur Werkstatt ja nicht lohnen – hat es angefangen, beim Fahren auch immer so ein klopfendes Geräusch zu machen. Schwer zu beschreiben.

Ich hab mal einen der wenigen Mitstudis, die sich mit Autos auskennen, gefragt, was das denn sein könne. Er hat sich zuerst über meine Immitation von Autogeräuschen kaputtgelacht und meinte dann, ich hätte wahrscheinlich zu wenig Öl im Wagen.

Zugegeben, das könnte auch erklären, warum meine Öllampe ständig aufleuchtet....

Hmm!...

Allerdings muss ich zu meiner Verteidigung sagen, dass die Öllampe schon aufleuchtet, seitdem ich das Auto habe und es deshalb schon mehrmals in der Werkstatt durchgecheckt wurde. Vorsichtshalber hab ich dann doch mal den Ölstand nachgesehen, denn schließlich hab ich den Wagen schon seit 2 Jahren und noch nie einen Ölwechsel machen lassen. Ds Ergebnis: Ich habe zwar noch genug Öl, aber irgendetwas sagt mir, dass Öl nicht braun und klumpig sein sollte.

Ich hab meinen Mitstudi dann auch gefragt, ob er meint, dass die Sache mit der Lenkung lebensgefährlich sei. Nicht, dass ich gegen den nächsten Baum fahre, weil ich nicht mehr lenken kann. Aber der Mitstudi hat mich nur fassungslos angestarrt und meinte, ich solle mir darüber mal keine Gedanken machen, denn wenn ich nicht sofort wegen des Öls in die Werkstatt fahren würde, würde mir die Karre eh bald um die Ohren fliegen (wie immer frei übersetzt aus dem Englischen).

Naja, auf jeden Fall bin ich deshalb schon eine Weile nicht gefahren und morgen bringe ich den Wagen in die Werkstatt, damit die dort die lebensrettenden Massnahmen einleiten können. Ich habe nämlich so den schlimmen Verdacht, dass mein Auto zusammen mit meiner traurig dreinblickenden Zimmerpflanze einen kollektiven Selbstmord plant. Und das muss schließlich verhindert werden.

Allerdings glaube ich, dass meinem Auto höchstens noch ein Wunder helfen kann. Da kommt es also wie gerufen, dass es in dieser Woche einen Meteorschauer vom Halleyschen Kometen geben soll. Wenn mich also heute Abend noch jemand suchen sollte: Ich sitze in meinem Auto und halte verzweifelt Ausschau nach Sternschnuppen!

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