Halloween steht vor der Tür! Naja, eigentlich sind es noch 3 Wochen bis dahin, aber da man auch schon jetzt (wohlgemerkt 2 ½ Monate vor Heiligabend) Weihnachtsdeko in den Geschäften finden kann, dachte ich, ich schreib schon mal meinen ersten Beitrag zu dem Thema.
Mittlerweile wissen ja auch schon die meisten Deutschen aus Film und Fernsehen, was Halloween ist. In ein paar kurzen Sätzen: An Halloween verkleiden sich die Amis als Geister, Gespenster, Zombies und Hexen und versuchen sich gegenseitig Angst einzujagen. Die Kinder ziehen von Haus zu Haus und sammeln Süßigkeiten fast so wie bei uns in Deutschland zu Karneval oder St. Martin. Nur, dass hier in Amerika zu Halloween alles auf gruselig gemacht ist. Da mir Verkleiden nicht so liegt, schreibe ich jetzt mal etwas über die wirklich gruseligen Sachen hier in Amerika, nämlich über das amerikanische Essen.
Versteht mich bitte nicht falsch. Ich mag amerikanisches Essen. Aber damit meine ich nicht die wabbeligen Hamburger bei McDoof, sondern richtiges Essen, wie z.B. apple crisp, green bean casserole oder mesquite chicken wraps. Und nach jahrelanger systematischer Desensibilisierung gelingt es mir nun sogar, ein Erdnussbutter-und-Marmelade-Butterbrot zu essen ohne dabei einen starken Würgereiz zu bekommen. Trotzdem finde ich amerikanisches Essen irgendwie gruselig. Etwas gruselig zu finden und etwas zu mögen schliesst sich ja nicht unbedingt gegenseitig aus.
Der Grund dafür, dass ich amerikanisches Essen gruselig finde, mag zunächst einmal daran liegen, was mir als Kind so alles übers Essen erzählt wurde. So hat mir meine Oma z.B. immer gesagt, ich dürfe beim Plätzchen backen in der Adventszeit nicht so viel rohen Teig naschen, da man davon Würmer im Magen bekommt. Okay, so ganz hab ich das nie geglaubt, ...aber man weiß ja nie. Schliesslich hat meine Oma bei so manchen anderen Sachen doch Recht behalten. Und als ich hier so eines Tages nichts böses ahnend an der Tiefkühltheke im Supermarkt meines Vertauens vorbeifahre, trifft mich fast der Schlag: Cookie Dough Ice Cream!
Leute, ihr werdet es kaum glauben, aber die verkaufen hier rohe Plätzchenteig-Eiskrem!!! Ich musste mir die Packung erst ein paar Mal durchlesen bis ich das wirklich fassen konnte. Da packen die Amis doch tatsächlich kleine rohe Plätzchenteigstücke in ihr Vanilleeis. Wie soll man denn dann bitteschön noch Plätzchen daraus backen? Oder soll man den Teig etwa roh essen und davon Würmer bekommen? Also wenn das nicht gruselig ist!
Aber da ich ja angehende Wissenschaftlerin bin, habe ich mich natürlich gleich zu einem völlig uneigennützigen Selbstversuch zur Verfügung gestellt, in dessen Verlauf ich eine Packung Cookie Dough Ice Cream über einen Versuchszeitraum von 1 Woche konsumiert habe. Als ich gerade eben gefallen daran zu finden begann, musste ich den Versuch leider frühzeitig abbrechen, weil ich 2 Pfund zugenommen hatte. Ich finde, das ist mindestens genauso gruselig wie Würmer!!! Naja, wenigstens konnte ich beweisen, dass die deutschen Omis nicht völlig umsonst ihre Enkel vor den kulinarischen Hochgenüssen des Teignaschens zu bewahren versuchen.
Mittlerweile bin ich die 2 Pfund vom Cookie-Dough-Ice-Cream Selbstversuch auch wieder los und kann mich somit wieder richtigen Studien widmen und deshalb...
...Fortsetzung folgt (– vielleicht)
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