... gabelte sich mein Lebensweg plötzlich in zwei Richtungen. Ich holte tief Luft und wählte den Pfad, der mich in die Fremde führte. Nach Wahrheit und Wissen strebend gelangte ich an einen Ort, an dem die Menschen saure Gurken frittieren und es ständig heiß ist...
31.01.2007
Glaubt mir, Ihr möchtet kein Foto sehen
Ich treffe eine wirklich nette Bekannte, mit der ich mich immer gut verstanden habe.
Sie:
Oh, warst Du beim Frisör?
Ich, während ich versuche, mich krampfhaft in Luft aufzulösen:
Ja.
Sie guckt mich an:
---
Ich gucke sie an:
---
...10 peinlich stille Sekunden später:
Sie:
Oh, ich mag die Farbe.
********************
Anmerkung am Rande:
Die Farbe ist so ziemlich das Einzige, was meine Frisörin nicht verändert hat.
Manchmal ist das Leben einfach nicht fair!!!
30.01.2007
Lauf, Forrest, lauf!!!
Frisörbesuche sind so eine Sache. Forrest Gump würde sagen: Frisörbesuche sind wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man bekommt. Und da muss ich leider dem Erfinder des T-shirts mit smile-face zustimmen. Falls du einen Frisör siehst: Lauf, Forrest, lauf.
Ich hatte nie ein sehr gutes Verhältnis zu dieser Berufsgruppe. Vielleicht liegt es daran, dass mir meine Mutti immer die Haare bei uns im Badezimmer geschnitten hat als ich ein Kind war. Meine Mutter ist gelernte Bankkauffrau und trotzdem saßen meine Haare immer wie eine Eins. Wieso sollte ich also dafür extra Geld ausgeben und zum Frisör gehen?
Als Teenager wollte ich es dann aber trotzdem mal ausprobieren. In dieser Zeit macht man ja bekanntlich viele Sachen, die einem später nicht mehr ganz so logisch erscheinen. Also bin ich zum Frisör gegangen. Einige schreckliche Dauerwellen und Tönungsversuche später saß ich wieder bei Mutti im Badezimmer.
Seit ich jedoch hier in den USA bin, muss ich ich wohl oder übel doch ab und zu mal zum Frisör. Und da ich ja nur eine arme Studentin bin, reicht das Geld auch nie für einen richtig guten Frisör, sondern immer nur für den $10.99 Haarschnitt beim Diskountladen an der Ecke. Und bevor jetzt jemand meint, ich könnte von einem Billigfrisör ja auch nicht mehr erwarten, möchte ich daran erinnern, dass ich im Salon Mutti ja auch immer einen ordentlichen Schnitt bekommen habe, obwohl sogar eine ungelernte Kraft ihre Schere an meinen Scheitel gelegt hat. Ich finde, dann kann ich ja wohl für $10.99 auch etwas Vernünftiges erwarten.
Aber leider war dem nicht so. Leider war dem überhaupt nicht so.
Frisöre sprechen eine andere Sprache. Selbst in Deutschland habe ich immer Probleme, den netten Herren oder Damen mit den scharfen Scheren klar zu machen, wie ich meine Haare gerne hätte.
Ich sage: Nur die Spitzen bitte.
Und bevor ich weiß wie mir geschieht, sind meine Haare 10 Zentimeter kürzer.
Ich sage: Ich würde gerne mal einen neuen Haarschnitt ausprobieren.
Und hinterher sehe ich so aus, als ob ich nie beim Frisör gewesen wäre.
Ich sage: Ich würde gerne meinen Pony wachsen lassen.
Und am Ende sind meine Ponyhaare so kurz, dass sie von alleine zu Berge stehen.
Alles wirklich mal so passiert. Kein Schmus. Ich habe eindeutig ein Kommunikationsproblem mit dieser Berufsgruppe. So, und jetzt stellt Euch mal vor, wie das so abläuft, wenn ich in einem fremden Land zum Frisör gehen. In einem Land, wo die Frisöre und ich noch nicht mal die selbe Muttersprache sprechen. - Richtig: Absolutes Chaos.
Ich denke zwar, dass ich nach 5 1/2 Jahren in diesem Land mich schon ganz gut verständlich machen kann, jedoch scheinen das die Frisöre hier anders zu sehen. Ich habe immer den Eindruck, dass die irgendwie geistig abschalten, sobald sie merken, dass ich nicht aus den USA komme. Von dem Moment an kann ich dann sagen, was ich will. Irgendwie hören sie mir nicht mehr zu und schneiden munter darauf los.
Ich glaube allerdings nicht, dass es an meinem schlechten Englisch liegt. Immerhin schaffe ich es mit dem Englisch mich übers Telefon nach Steuervergünstigungen zu erkundigen oder auch meine Dissertation zu schreiben. Aber irgendwie scheinen Frisöre in dem Glauben zu leben, dass ausländische Studenten in der sozialen Hackordnung weit unter Frisören liegen, so dass sie nicht mehr zuhören müssten.
Mit anderen Worten: Es ist reine Glückssache, ob mein Haarschnitt hinterher meinen Anweisungen entspricht oder nicht. Ich bin mir z.B. ziemlich sicher, dass ich gestern mit keinem Wort Stufen (layers) erwähnt habe, als ich beschrieben habe, wie ich gerne meine Haare hätte. Trotzdem sind meine Deckhaare eine Handbreit kürzer als die Haare darunter. Mir ist auch nicht ganz klar, warum meine rechte Seite ungefähr einen Zentimeter länger ist als meine linke Seite. Und wieso die gute Frau mir ohne meine Zustimmung meinen Pony geschnitten hat, ist mir auch ein absolutes Rätsel. Aaaaaaahhhhhhhhhhhhh!
Die Moral von der Geschichte:
Sobald Ihr einen amerikanischen Frisör seht: Rennt um Euer Leben!!!
23.01.2007
A million pieces
One of my former students had remembered me and written me a message. He had stumbled across an old email I had sent him four (!) years ago.
I used to email my students their final grades and always included some nice words about how glad I was that I had them as my students and that I wished them all the best for the future.
Now, that he had graduated, he found that old email and just wanted to tell me how much he enjoyed my class. How sweet is that!!!
In addition to that, I picked up my evaluations from last semester and all of my students had written really nice things about me. What a great start into the new semester!
I am feeling so good - if I were feeling any better I would burst into a million pieces. :o)
21.01.2007
Was tun, wenn`s schneit?
Okay, the photo I used is not the best picture ever taken of me. But still, I am supposed to look like Katie Holmes??? I don`t see it. Is it the hair color or eyes? Maybe if I lost half of my weight. Maybe. I also tried some other pictures of me, but because of some strange reason, Katie Holmes always popped up.
And Michelle Chong??? Apparently, the program did not realize that I am not Asian. I am so not Asian at all. I know a specific friend of mine would like me a whole lot more, if I were, but no, that`s just not me. Sorry.
I also don`t see any resemblence to any of the other celebs, but it was fun to try this out. Now, back to work.
P.S.: If I really look like Katie Holmes, why don't I have a boyfriend like Tom Cruise??? Okay, I absolutely do not agree with this whole Scientology thing he is into and I also have to object his stance on post-partum depression. But after all, we are just talking looks here. So, where is my Tom?
19.01.2007
Mein Agent und ich
Ich hab mir auch schon Gedanken gemacht, ob dieses Land wirklich alle Auslandsgespräche abhört. Das hört man ja immer mal wieder. Eigentlich finde ich es auch ganz gut, dass sie versuchen, ihr Land zu beschützen, aber ob das Abhören meiner Telefongespräche dazu beiträgt, wage ich schwer zu bezweifeln. Schließlich bin ich ja nur eine arme kleine Studentin, die nichts Böses im Sinn hat und auch keiner Fliege etwas antun könnte. Selbst Amerikanern nicht.
Falls sie es aber doch machen (das Abhören meiner Gespräche), haben die aber ganz schön was mit meiner Leitung zu tun. Da ich fast jeden Tag mit meinen Eltern oder meiner Oma telefoniere, kommt da `ne Menge Zeit zusammen. Damit sichere ich bestimmt irgendwo einem Agenten seinen Arbeitsplatz. Durch die Telefonate mit meiner Oma finanziert er sich dann noch einen kleinen Zweitwagen für seine Frau, eine Zahnspange für seinen Agentennachwuchs oder einen Skiurlaub mit seiner Familie in Colorado oder so. Den braucht er dann auch, denn meine Gespräche sind ja so ungefährlich, dass er sich beim Abhören wahrscheinlich immer halb zu Tode langweilt. Es sei denn, er hört auch gern zu, wenn meine Oma davon erzählt, dass ihr Urenkel sie am letzten Sonntag angelacht hat oder dass meine Tante beim Frisör war. Wenn man es ganz genau nimmt, sichere ich somit nicht nur einen amerikanischen Arbeitsplatz, sondern meine Tante trägt mit ihrem Frisörbesuch in Deutschland auch noch dazu bei, dass die Familie meines Agenten Geld ausgeben kann und es somit der amerikanischen Wirtschaft gut geht. (Hmmm, vielleicht doch ein wenig zu weit gedacht...)
Neeh ehrlich. Mein Agent sitzt da irgendwo in seinem kleinen Cubicle und tut den lieben langen Tag nichts anderes als meinen Gesprächen zu lauschen und dazu Notizen auf seinem Computer zu schreiben. Wenn er Glück hat, darf er auch ab und zu mal meinen Blog lesen. Huhu, Agent! :o)
Tja, mein armer kleiner Agent. Du hast dir bestimmt auch einen interessanteren Job vorgestellt als du anfingst für die Regierung zu arbeiten. Vielleicht hast du gedacht, du dürftest wie James Bond in einem schnellen Wagen mit einer hübschen Frau auf dem Beifahrersitz gefährliche Verbrecher jagen. Und vielleicht ist auch alles ganz gut nach Plan verlaufen...
... bis am zweiten Arbeitstag alle neuen Agenten einer Person zugeordnet wurden, die sie bespitzeln sollten. Du hast natürlich gehofft, jemanden zu bekommen, der ein international gesuchter Verbrecher mit lauter Mafiakontakten ist oder wenigstens eine gutaussehende verdeckte Agentin aus einem anderen Land, die vielleicht als Nebenjob noch einen Telefonservice mit kostenpflichtiger 0180 Nummer betreibt.
Ich kann mir richtig die Entäuschung vorstellen, die dir ins Gesicht geschrieben stand, als ausgerechnet ich dir dann zugeordnet wurde, eine unscheinbare Studentin ohne Geld, ohne Auto, ohne polizeiliche Vorstrafen.
„Naja,“ magst du gedacht haben, „wenigstens ist sie Deutsche. Die sind ja bekanntlich alle böse.“ Und in dir flammte ein letzter winziger Hoffnungsfunken auf. Vielleicht würdest du es deiner Schwiegermutter doch noch heimzahlen. Sie hatte immer behauptet, dass Agent sein ein langweiliger Schreibtischjob ohne Perspektive sei und deine Frau besser den reichen Computerexperten hätte heiraten sollen.
Doch dann klingelte bei mir plötzlich das Telefon und vom anderen Ende des Hörers schallte es:
„Guten Morgen, meine süße kleine Nici-Maus. Hier ist deine Mami. Hast du gut geschlafen?“
Und genau in diesem Moment fingst du an, auszurechenen, wie viele Stunden es noch dauern würde bis mein Visum auslaufen und du von diesem Job erlöst werden würdest.
Tja, ich kann mir vorstellen: Agent sein ist nicht leicht. Ich hoffe, Du und Deine Familie hattet wenigstens Spaß beim Skiurlaub in Colorado.
Und ihr, liebe Blog-Leser, tut meinem Agenten und mir doch bitte einen Gefallen und hinterlasst einen Kommentar in meinem Blog. Heute hat nämlich meine
ALLERERSTE DE-LURKING WOCHE
angefangen. Yeahy!
Auch im Namen meines Agenten, der auf diesem Foto nicht erkannt werden will, freue ich mich schon jetzt riesig auf eure Kommentare!
* The de-lurking button was created by this blogger.
17.01.2007
Winter in Wisconsin
Ich war wieder aus Deutschland zurück und hatte es noch gerade geschafft, die nötigsten Lebensmittel einzukaufen, da fing es an zu schneien.... und hörte erst 2 Tage später wieder auf. Und da sah es dann so aus:

(Man beachte nicht nur die Massen auf dem Dach, sondern auch auf meinen Fensterbänken unten.)
Schnee ist ja eigentlich ganz schön, aber wenn man vergessen hat, Wasser einzukaufen (das Leitungswasser hat hier weiße Flöckchen - fragt mich nicht wovon) und das Auto einem vor ein paar Wochen weggestorben ist, wird man den Schnee ziemlich schnell wieder leid. Und trotzdem! Bei einem blauen Himmel wie diesem bei -14 Grad Celsius, schleppe ich auch 2 Gallonen Wasser (9.46 l) einen Kilometer weit nach Hause.
Hier ein Blick über die "Terrace" beim Campus:
Der See ist noch nicht ganz zugefroren, aber wir arbeiten noch daran.
Außerdem muss ich noch erwähnen, dass ich mich super-super-superdoll gefreut habe, weil mein Blog zum allerallerallerersten Mal bei einem anderen Blog in der Blogroll erschienen ist. Yeahy!!! Freu! Danke, A-Heldin vom Sistaweb. Ihr solltet Ihren Blog unbedingt auch mal auschecken, denn er ist echt supercool.
Und bitte nicht vergessen: In 2 Tagen ist es soweit! Vom 19.-26. Januar findet meine ganz persönliche De-Lurking Week statt. (Eine Woche später als die offizielle delurking week, da in der Woche bei und dann auch das Semester los geht.) Also in der Zeit bitte alle wie wild Kommentare hinterlassen. Ich verspreche im Gegenzug auch ganz viele neue Einträge zu schreiben, damit ihr auch was zum kommentieren habt. Freu mich schon darauf zu sehen, wer die 3 Leute sind, die meinen Blog regelmäßig lesen. :o)
14.01.2007
wieder da
Als mein Flieger in Madison gelandet ist, dachte ich schon, ich hätte meine Reise gut überstanden, aber da war ich noch nicht meinem Kamikaze-Taxifahrer begegnet. Der Typ ist hier mit konstanten 50 miles durch die 25 Meilenzone in der Innenstadt gebrettert. Und wer braucht schon einen Blinker, wenn man die Fahrspur wechseln will? Ich sag es Euch, in den Blicken der anderen Verkehrsteilnehmer stand die Todesangst geschrieben. An seinem Akzent konnte ich erkennen, dass mein Fahrer wohl nicht hier aufgewachsen ist, und sein Fahrstil bestätigte, dass er aus einer Kultur stammte, in der rote Ampeln wohl doch nur optional gelten. Nach ein paar angsterfüllten Minuten bin ich dann aber doch in meinem Apartment angekommen.
Nun heißt es also aufräumen, putzen und mich auf das neue Semester vorbereiten. Wie schon im letzten Semester beschrieben, stellt das Aufräumen in meiner Wohnung einen Kampf gegen die Gesetze der Physik dar. Zum Glück haben mich meine Freunde in Deutschland (Hallo Dominik und Jutta!!!) über Weihnachen in die hohe Kunst des Aufräumens nach Feng Shui eingeführt (zu Deutsch: Wegwerfen, was nicht gebraucht wird). Deshalb werd ich jetzt erst einmal meinen Weihnachtsbaum abbauen und dann sollt Ihr mal sehen, wie hier das Shi nur so durch meine Wohnung fließen wird. Schließlich kann ich für meine Doktorstudie in diesem Semester gar nicht genug positive Energie sammeln. Wünscht mir Glück!
04.01.2007
My very own delurking week

The official de-lurkign week created by Paper Napkin takes place a week earlier, but because of Christmas break etc. mine will be a little later. So pleeeeeease de-lurk during this week and show me that I have more than just 3 readers!!!If you want to find out more about lurking and de-lurking check out this or this.
This is where I found the neat de-lurking buttons.
AUF DEUTSCH:
Vom 19.-26. Januar 2007 findet meine eigene de-lurking Woche statt oder zu Deutsch, die Ich-Zeig-Mich-Dir Woche (in der Ihr einen Kommentar auf meiner Blogseite hinterlassen sollt).
Die richtige de-lurking Woche, die von Paper Napkin erfunden wurde, findet eigentlich etwas früher statt, aber wegen den Weihnachtsferien etc. wird meine etwas später sein. Also büüüüüüütte de-lurkt alle während dieser Woche und beweist mir, dass ich mehr als nur 3 Leser habe.Falls Ihr mehr darüber erfahren wollt, was lurking und de-lurking ist, lest doch einfach dies hier oder das hier.


