So, da soll ich also eine weitere Alltagsgeschichte schreiben und mir fällt nichts wirklich Interessantes ein, was wahrscheinlich daran liegt, dass der Alltag noch nicht ganz bei mir eingesetzt hat. Die Vorlesungen beginnen erst am Montag wieder. So lange gehe ich noch zu Vorbereitungstreffen, arbeite an meiner Studie und telefoniere stundenlang mit meiner Familie und Freunden.
Ich hab mir auch schon Gedanken gemacht, ob dieses Land wirklich alle Auslandsgespräche abhört. Das hört man ja immer mal wieder. Eigentlich finde ich es auch ganz gut, dass sie versuchen, ihr Land zu beschützen, aber ob das Abhören meiner Telefongespräche dazu beiträgt, wage ich schwer zu bezweifeln. Schließlich bin ich ja nur eine arme kleine Studentin, die nichts Böses im Sinn hat und auch keiner Fliege etwas antun könnte. Selbst Amerikanern nicht.
Falls sie es aber doch machen (das Abhören meiner Gespräche), haben die aber ganz schön was mit meiner Leitung zu tun. Da ich fast jeden Tag mit meinen Eltern oder meiner Oma telefoniere, kommt da `ne Menge Zeit zusammen. Damit sichere ich bestimmt irgendwo einem Agenten seinen Arbeitsplatz. Durch die Telefonate mit meiner Oma finanziert er sich dann noch einen kleinen Zweitwagen für seine Frau, eine Zahnspange für seinen Agentennachwuchs oder einen Skiurlaub mit seiner Familie in Colorado oder so. Den braucht er dann auch, denn meine Gespräche sind ja so ungefährlich, dass er sich beim Abhören wahrscheinlich immer halb zu Tode langweilt. Es sei denn, er hört auch gern zu, wenn meine Oma davon erzählt, dass ihr Urenkel sie am letzten Sonntag angelacht hat oder dass meine Tante beim Frisör war. Wenn man es ganz genau nimmt, sichere ich somit nicht nur einen amerikanischen Arbeitsplatz, sondern meine Tante trägt mit ihrem Frisörbesuch in Deutschland auch noch dazu bei, dass die Familie meines Agenten Geld ausgeben kann und es somit der amerikanischen Wirtschaft gut geht. (Hmmm, vielleicht doch ein wenig zu weit gedacht...)
Neeh ehrlich. Mein Agent sitzt da irgendwo in seinem kleinen Cubicle und tut den lieben langen Tag nichts anderes als meinen Gesprächen zu lauschen und dazu Notizen auf seinem Computer zu schreiben. Wenn er Glück hat, darf er auch ab und zu mal meinen Blog lesen. Huhu, Agent! :o)
Tja, mein armer kleiner Agent. Du hast dir bestimmt auch einen interessanteren Job vorgestellt als du anfingst für die Regierung zu arbeiten. Vielleicht hast du gedacht, du dürftest wie James Bond in einem schnellen Wagen mit einer hübschen Frau auf dem Beifahrersitz gefährliche Verbrecher jagen. Und vielleicht ist auch alles ganz gut nach Plan verlaufen...
... bis am zweiten Arbeitstag alle neuen Agenten einer Person zugeordnet wurden, die sie bespitzeln sollten. Du hast natürlich gehofft, jemanden zu bekommen, der ein international gesuchter Verbrecher mit lauter Mafiakontakten ist oder wenigstens eine gutaussehende verdeckte Agentin aus einem anderen Land, die vielleicht als Nebenjob noch einen Telefonservice mit kostenpflichtiger 0180 Nummer betreibt.
Ich kann mir richtig die Entäuschung vorstellen, die dir ins Gesicht geschrieben stand, als ausgerechnet ich dir dann zugeordnet wurde, eine unscheinbare Studentin ohne Geld, ohne Auto, ohne polizeiliche Vorstrafen.
„Naja,“ magst du gedacht haben, „wenigstens ist sie Deutsche. Die sind ja bekanntlich alle böse.“ Und in dir flammte ein letzter winziger Hoffnungsfunken auf. Vielleicht würdest du es deiner Schwiegermutter doch noch heimzahlen. Sie hatte immer behauptet, dass Agent sein ein langweiliger Schreibtischjob ohne Perspektive sei und deine Frau besser den reichen Computerexperten hätte heiraten sollen.
Doch dann klingelte bei mir plötzlich das Telefon und vom anderen Ende des Hörers schallte es:
„Guten Morgen, meine süße kleine Nici-Maus. Hier ist deine Mami. Hast du gut geschlafen?“
Und genau in diesem Moment fingst du an, auszurechenen, wie viele Stunden es noch dauern würde bis mein Visum auslaufen und du von diesem Job erlöst werden würdest.
Tja, ich kann mir vorstellen: Agent sein ist nicht leicht. Ich hoffe, Du und Deine Familie hattet wenigstens Spaß beim Skiurlaub in Colorado.
Und ihr, liebe Blog-Leser, tut meinem Agenten und mir doch bitte einen Gefallen und hinterlasst einen Kommentar in meinem Blog. Heute hat nämlich meine
ALLERERSTE DE-LURKING WOCHE
angefangen. Yeahy!
Auch im Namen meines Agenten, der auf diesem Foto nicht erkannt werden will, freue ich mich schon jetzt riesig auf eure Kommentare!
Ich hab mir auch schon Gedanken gemacht, ob dieses Land wirklich alle Auslandsgespräche abhört. Das hört man ja immer mal wieder. Eigentlich finde ich es auch ganz gut, dass sie versuchen, ihr Land zu beschützen, aber ob das Abhören meiner Telefongespräche dazu beiträgt, wage ich schwer zu bezweifeln. Schließlich bin ich ja nur eine arme kleine Studentin, die nichts Böses im Sinn hat und auch keiner Fliege etwas antun könnte. Selbst Amerikanern nicht.
Falls sie es aber doch machen (das Abhören meiner Gespräche), haben die aber ganz schön was mit meiner Leitung zu tun. Da ich fast jeden Tag mit meinen Eltern oder meiner Oma telefoniere, kommt da `ne Menge Zeit zusammen. Damit sichere ich bestimmt irgendwo einem Agenten seinen Arbeitsplatz. Durch die Telefonate mit meiner Oma finanziert er sich dann noch einen kleinen Zweitwagen für seine Frau, eine Zahnspange für seinen Agentennachwuchs oder einen Skiurlaub mit seiner Familie in Colorado oder so. Den braucht er dann auch, denn meine Gespräche sind ja so ungefährlich, dass er sich beim Abhören wahrscheinlich immer halb zu Tode langweilt. Es sei denn, er hört auch gern zu, wenn meine Oma davon erzählt, dass ihr Urenkel sie am letzten Sonntag angelacht hat oder dass meine Tante beim Frisör war. Wenn man es ganz genau nimmt, sichere ich somit nicht nur einen amerikanischen Arbeitsplatz, sondern meine Tante trägt mit ihrem Frisörbesuch in Deutschland auch noch dazu bei, dass die Familie meines Agenten Geld ausgeben kann und es somit der amerikanischen Wirtschaft gut geht. (Hmmm, vielleicht doch ein wenig zu weit gedacht...)
Neeh ehrlich. Mein Agent sitzt da irgendwo in seinem kleinen Cubicle und tut den lieben langen Tag nichts anderes als meinen Gesprächen zu lauschen und dazu Notizen auf seinem Computer zu schreiben. Wenn er Glück hat, darf er auch ab und zu mal meinen Blog lesen. Huhu, Agent! :o)
Tja, mein armer kleiner Agent. Du hast dir bestimmt auch einen interessanteren Job vorgestellt als du anfingst für die Regierung zu arbeiten. Vielleicht hast du gedacht, du dürftest wie James Bond in einem schnellen Wagen mit einer hübschen Frau auf dem Beifahrersitz gefährliche Verbrecher jagen. Und vielleicht ist auch alles ganz gut nach Plan verlaufen...
... bis am zweiten Arbeitstag alle neuen Agenten einer Person zugeordnet wurden, die sie bespitzeln sollten. Du hast natürlich gehofft, jemanden zu bekommen, der ein international gesuchter Verbrecher mit lauter Mafiakontakten ist oder wenigstens eine gutaussehende verdeckte Agentin aus einem anderen Land, die vielleicht als Nebenjob noch einen Telefonservice mit kostenpflichtiger 0180 Nummer betreibt.
Ich kann mir richtig die Entäuschung vorstellen, die dir ins Gesicht geschrieben stand, als ausgerechnet ich dir dann zugeordnet wurde, eine unscheinbare Studentin ohne Geld, ohne Auto, ohne polizeiliche Vorstrafen.
„Naja,“ magst du gedacht haben, „wenigstens ist sie Deutsche. Die sind ja bekanntlich alle böse.“ Und in dir flammte ein letzter winziger Hoffnungsfunken auf. Vielleicht würdest du es deiner Schwiegermutter doch noch heimzahlen. Sie hatte immer behauptet, dass Agent sein ein langweiliger Schreibtischjob ohne Perspektive sei und deine Frau besser den reichen Computerexperten hätte heiraten sollen.
Doch dann klingelte bei mir plötzlich das Telefon und vom anderen Ende des Hörers schallte es:
„Guten Morgen, meine süße kleine Nici-Maus. Hier ist deine Mami. Hast du gut geschlafen?“
Und genau in diesem Moment fingst du an, auszurechenen, wie viele Stunden es noch dauern würde bis mein Visum auslaufen und du von diesem Job erlöst werden würdest.
Tja, ich kann mir vorstellen: Agent sein ist nicht leicht. Ich hoffe, Du und Deine Familie hattet wenigstens Spaß beim Skiurlaub in Colorado.
Und ihr, liebe Blog-Leser, tut meinem Agenten und mir doch bitte einen Gefallen und hinterlasst einen Kommentar in meinem Blog. Heute hat nämlich meine
ALLERERSTE DE-LURKING WOCHE
angefangen. Yeahy!
Auch im Namen meines Agenten, der auf diesem Foto nicht erkannt werden will, freue ich mich schon jetzt riesig auf eure Kommentare!
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5 Kommentare:
I'll do my bit, hopefully your friends will leave a comment as well. Hello to your agent, if he reads your blog, he'll have lots to smile about :) You write well. Happy de-lurking week.
Hello hello! Happy de-lurking week! :)
Hey, das wär doch auch noch ein Job für Dich, falls Du keine Anstellung als Dozentin findest, wirst Du halt Agentin - oder noch besser Doppelagentin!
Liebe Grüße aus Theremouth,
Jutta und Dominik
Thanks everyone for de-lurking. I guess you were the few readers that visit my blog on a regular basis.
And Hillary, thanks for regularly checking back in, even though you don't speak German. That is so sweet of you. I should really have more posts in English. :o)
And then we can maybe triple agent together if I don't get a job either.
Ha, ich hab mich Dir endlich gezeigt!
Pretty Greetings aus Marburg
S
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