Im Moment ist das Wetter hier so verrückt, dass man es kaum aushält. Wir haben so eine hohe Luftfeuchtigkeit, dass ich in meinem kleinen Apartment ohne Klimaanlage praktisch dahinschmelze. Es wird Zeit, dass ich in die Eisfabrik, die mir in den Kommentaren zum letzten Eintrag so angepriesen wurde, umziehe. Aber bis es soweit ist, habe ich ein paar andere Hang Outs in MadTown ausgetestet und für meine LeserInnen ausgewertet:
Unibibliothek
Mein Computer und ich allein an einem kleinen Tisch umgeben von tausenden von Büchern, die noch älter riechen als sie eigentlich sind. Beim Anblick der ganzen Bücher und Artikel, die ich eigentlich alle für meine Dissertation hätte lesen sollen, bricht mir der kalte Angstschweiß aus, sodass die gut klimatisierten Räume auch nicht viel helfen.
Chancen hier das nächste Kapitel meiner Dissertation zu beenden:
Ziemlich gut. Chancen dabei den Sommer zu genießen: Null.
Cafeteria des Universitätskrankenhauses
Sehr gut klimatisiert, ausgezeichnete Möglichkeit einen gut aussehenden, reichen, amerikanischen Neurochirurgen kennen zu lernen, innerhalb der nächsten 6 Monate einen $30.000 teuren Verlobungsring am Finger zu tragen, Green Card zu bekommen... oder zumindest davon zu phantasieren. Das Tagträumen wird durch die Lage der Cafeteria im Keller des Krankenhauses (kein Sonnenlicht) stark begünstigt.
Chancen hier das nächste Kapitel der Dissertation zu beenden:
Welche Dissertation? Ich habe doch gerade eben den Neurochirurgen erwähnt. Passt denn hier niemand auf, wenn ich was schreibe!
Picnic Point
Romantisch lauschiges Plätzchen am See mit vielen Bänken und sogar einem kleinen Stückchen Sandstrand. Guter Ort um sich zu bräunen und faul in der Sonne zu schmoren. Leider auch nicht klimatisiert und daher besteht große Gefahr, sich zu überhitzen, besonders wenn gut durchtrainierte junge Männer im Collegealter mit freiem Oberkörper an einem vorbeijoggen.
Chancen dabei das nächste Kapitel der Dissertation fertig zu schreiben:
Gegen Null tendierend.
Das kleine Café um die Ecke
Gut klimatisiert, kostenloser wirefree internet access, leckeres Essen und guter Kaffee, aber leider zu oft überfüllt. Außerdem ein wenig kostspielig: 25 Mal Lunch und ich könnte mir auch gleich eine Klimaanlage kaufen.
Chancen hier das nächste Kapitel meiner Dissertation zu beenden:
Relativ gut, der Kaffee gibt neue Energie, trotzdem große Ablenkungsgefahr aufgrund von Hormonschub ausgelöst durch süßes Baby am Nebentisch.
So, ich versuche jetzt noch mal ein wenig an meiner Dissertation zu schreiben – und zwar in meinem Apartment, denn hier hat sich gerade die Luftfeuchtigkeit maximiert, sprich: es hat angefangen zu regnen. Zum Glück hat es sich auch etwas abgekühlt. Wenn es wieder wärmer wird, wisst ihr ja jetzt, wo ihr mich finden könnt.
P.S.: Da der Sommer noch lange nicht vorbei ist, nehme ich auch gerne weitere Tipps für coole und kühle Hang Outs als Kommentar entgegen.
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