05.02.2007

Milchkaffeewetter

Heute sind es minus 25 Grad Celsius!!! Ich fass es einfach nicht, es ist sogar kälter als in Alaska! Ich glaube, ich packe mir heute doch lieber noch ein wenig mehr Kleingeld ein. Es könnte sein, dass ich wieder zu einem leckeren Milchkaffee genötigt werde.

Viele warme Grüße an meine Leser in den wärmeren Regionen dieser Welt!

Die folgenden Temperaturangaben sind in Fahrenheit (von www.weather.com).

Madison, Wisconsin -10 feels like -25

Anchorage, Alaska 16 feels like 16

New York 14 feels like -3

Los Angeles, CA 59 feels like 59

Dortmund 36 feels like 29

Zürich 45 feels like 41

Moskau 27 feels like 19

Stockholm 32 feels like 26

04.02.2007

Zum Milchkaffee gezwungen

Vielen Dank für all die netten Kommentare und aufmunternden E-mails wegen meinem missglückten Friseurbesuch. Ich bin mittlerweile darüber hinweg. Ich traue mich im Moment zwar nur noch mit Hut aus dem Haus, aber da es hier ja so kalt ist, fällt das gar nicht auf. Und wenn ich dann irgendwo reingehe und meinen Hut absetzen muss, scheint sich auch keiner an meiner Frisur zu stören. Es ist gerade diese Jahreszeit, in der keiner ordentliche Haare hat, wenn er von draußen reinkommt und seine Mütze absetzt. Hab also noch mal Glück gehabt. Das richtige Timing ist eben doch alles.

... und ich hab wieder mal etwas Neues gelernt. Als ich das erste Mal in die USA kam, habe ich gelernt, wie man in einer fremden Kultur selbst mit misslungenem Haarschnitt überlebt, wie man sich immer wieder auf Neues einlassen muss und dass Nasenhaar einfrieren kann. Ja, Ihr habt richtig gelesen. Nasenhaar kann einfrieren. Und wie es das kann!

Bevor ich hierher kam, hätte ich nie gedacht, dass es irgendwo, ausser vielleicht am Nord- oder Südpol, so eiskalt werden kann. Aber ich hatte mich geirrt. Das Wetter hier in Wisconsin ist einfach nur verrückt. Im Sommer ist es so heiß und die Luftfeuchtigkeit ist so hoch, dass man sich gar nicht vorstellen kann, dass es im Winter hier auch mal kalt wird. Doch dann kommt der Winter und es wird kalt. Und wenn man dann glaubt - Okay, das reicht jetzt aber (z.B. bei -15 Grad Celsius). Es kann unmöglich noch kälter werden. - Genau dann wird es garantiert am nächsten Tag noch kälter oder, um den Spaßfaktor noch ein wenig zu erhöhen, wird es plötzlich auch noch windig. Nichts geht schließlich über einen schönen Eissturm.

Im Moment haben wir zwar keinen Eissturm, aber dafür ist es SAUKALT und das ist noch untertrieben.

Nachdem ich in den letzten Tagen kaum einen Fuß nach draußen gesetzt hatte, musste ich heute mal wieder Lebensmittel einkaufen. Ich sag es Euch: Ich dachte ich sterbe. Wenn man aus einer schönen warmen Wohnung hier nach draußen geht, ist das erst einmal ein Schock. Nach 2-3 Schritten merkt man dann etwas in seiner Nase kitzeln und man fragt sich, ob man sich vielleicht mal die Nase putzen sollte, weil es ja ein Popel sein könnte. {Da, jetzt hab ich es tatsächlich geschrieben. Popel.} Doch dann merkt man: Nein, es ist kein Popel {Da! Schon wieder!}, sondern es sind die Nasenhaare, die durch den Kontakt des eigenen Atems mit der eiskalten Luft schockgefroren sind. Naseputzen wäre jetzt ein ganz böser Fehler. Mehr Flüssigkeit, die an die eiskalte Luft gelangt- Ihr könnt Euch bestimmt bildhaft die Folgen vorstellen auch ohne, dass ich das Wort Popel noch mal schreibe. {Oh, Mist! Jetzt hab ich’s doch getan.}

Naja, weil man nach ein paar weiteren Schritten vor lauter Frost nicht mehr durch die Nase atmen kann, fängt man logischerweise irgendwann mal an, durch den Mund zu atmen. Doch dann hat man schon gleich das nächste Problem: Wusstet Ihr, dass man allein durchs Atmen den eigenen Schal einfrieren kann? Geht ganz einfach. Man atmet also durch den Mund auf den Schal und 2 Minuten später wundert man sich dann, warum der flauschige Schal plötzlich ganz steif und kalt geworden ist. Was bitteschön nutzt einem dann so ein Schal noch? Ganz klar ein Produktfehler.

Mittlerweile war mir das aber auch völlig egal, denn es gibt so einen gewissen Punkt, an dem einem das Atmen anfängt wehzutun. Hört sich blöd an, ist aber so. Ihr kennt das vielleicht auch aus dem Sommer, wenn es richtig heiß ist und man zu schnell ein Eis ißt oder etwas Kaltes trinkt. Man bekommt davon Kopfschmerzen. Normalerweise gehen die Kopfschmerzen dann schnell wieder weg, sobald man sich an die Kälte gewöhnt hat, aber wenn man hier draußen rumläuft, geht der Kopfschmerz erstmal nicht weg. Und dann fingen mir auch noch die Wangen an einzufrieren. - Ich dachte, ich werd nicht mehr.

Naja, lange Geschichte kurz gemacht: Ich wollte heute einkaufen, aber weil es so saukalt war, habe ich es noch nicht mal die 15 Min. Fußweg von meiner Wohnung zum Supermarkt geschafft, sondern musste bei Starbucks einen Zwischenstopp einlegen. So ein Pech auch! Und gerade bei Starbucks, wo die doch den neuen Cinnamon Dulce Latte haben, den ich schon immer mal probieren wollte. Und schließlich wäre es auch sehr unhöflich sich in das Café zu setzen ohne einen Kaffee zu trinken. Ich war also praktisch gezwungen, einen leckeren Milchkaffee zu trinken. Man hat es schon nicht leicht im Winter hier in Wisconsin.

31.01.2007

Glaubt mir, Ihr möchtet kein Foto sehen

Heute in der Uni:
Ich treffe eine wirklich nette Bekannte, mit der ich mich immer gut verstanden habe.

Sie:
Oh, warst Du beim Frisör?

Ich, während ich versuche, mich krampfhaft in Luft aufzulösen:
Ja.

Sie guckt mich an:
---

Ich gucke sie an:
---

...10 peinlich stille Sekunden später:

Sie:
Oh, ich mag die Farbe.


********************
Anmerkung am Rande:
Die Farbe ist so ziemlich das Einzige, was meine Frisörin nicht verändert hat.
Manchmal ist das Leben einfach nicht fair!!!

30.01.2007

Lauf, Forrest, lauf!!!

Gestern war ich beim Frisör. Falls Ihr weiblich seid, wisst Ihr bestimmt, dass so ein Gang zum Frisör entweder superschön und entspannend sein kann oder aber auch der totale Horror. Gestern war es leider das Letztere.

Frisörbesuche sind so eine Sache. Forrest Gump würde sagen: Frisörbesuche sind wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man bekommt. Und da muss ich leider dem Erfinder des T-shirts mit smile-face zustimmen. Falls du einen Frisör siehst: Lauf, Forrest, lauf.

Ich hatte nie ein sehr gutes Verhältnis zu dieser Berufsgruppe. Vielleicht liegt es daran, dass mir meine Mutti immer die Haare bei uns im Badezimmer geschnitten hat als ich ein Kind war. Meine Mutter ist gelernte Bankkauffrau und trotzdem saßen meine Haare immer wie eine Eins. Wieso sollte ich also dafür extra Geld ausgeben und zum Frisör gehen?

Als Teenager wollte ich es dann aber trotzdem mal ausprobieren. In dieser Zeit macht man ja bekanntlich viele Sachen, die einem später nicht mehr ganz so logisch erscheinen. Also bin ich zum Frisör gegangen. Einige schreckliche Dauerwellen und Tönungsversuche später saß ich wieder bei Mutti im Badezimmer.

Seit ich jedoch hier in den USA bin, muss ich ich wohl oder übel doch ab und zu mal zum Frisör. Und da ich ja nur eine arme Studentin bin, reicht das Geld auch nie für einen richtig guten Frisör, sondern immer nur für den $10.99 Haarschnitt beim Diskountladen an der Ecke. Und bevor jetzt jemand meint, ich könnte von einem Billigfrisör ja auch nicht mehr erwarten, möchte ich daran erinnern, dass ich im Salon Mutti ja auch immer einen ordentlichen Schnitt bekommen habe, obwohl sogar eine ungelernte Kraft ihre Schere an meinen Scheitel gelegt hat. Ich finde, dann kann ich ja wohl für $10.99 auch etwas Vernünftiges erwarten.

Aber leider war dem nicht so. Leider war dem überhaupt nicht so.

Frisöre sprechen eine andere Sprache. Selbst in Deutschland habe ich immer Probleme, den netten Herren oder Damen mit den scharfen Scheren klar zu machen, wie ich meine Haare gerne hätte.

Ich sage: Nur die Spitzen bitte.
Und bevor ich weiß wie mir geschieht, sind meine Haare 10 Zentimeter kürzer.

Ich sage: Ich würde gerne mal einen neuen Haarschnitt ausprobieren.
Und hinterher sehe ich so aus, als ob ich nie beim Frisör gewesen wäre.

Ich sage: Ich würde gerne meinen Pony wachsen lassen.
Und am Ende sind meine Ponyhaare so kurz, dass sie von alleine zu Berge stehen.

Alles wirklich mal so passiert. Kein Schmus. Ich habe eindeutig ein Kommunikationsproblem mit dieser Berufsgruppe. So, und jetzt stellt Euch mal vor, wie das so abläuft, wenn ich in einem fremden Land zum Frisör gehen. In einem Land, wo die Frisöre und ich noch nicht mal die selbe Muttersprache sprechen. - Richtig: Absolutes Chaos.

Ich denke zwar, dass ich nach 5 1/2 Jahren in diesem Land mich schon ganz gut verständlich machen kann, jedoch scheinen das die Frisöre hier anders zu sehen. Ich habe immer den Eindruck, dass die irgendwie geistig abschalten, sobald sie merken, dass ich nicht aus den USA komme. Von dem Moment an kann ich dann sagen, was ich will. Irgendwie hören sie mir nicht mehr zu und schneiden munter darauf los.

Ich glaube allerdings nicht, dass es an meinem schlechten Englisch liegt. Immerhin schaffe ich es mit dem Englisch mich übers Telefon nach Steuervergünstigungen zu erkundigen oder auch meine Dissertation zu schreiben. Aber irgendwie scheinen Frisöre in dem Glauben zu leben, dass ausländische Studenten in der sozialen Hackordnung weit unter Frisören liegen, so dass sie nicht mehr zuhören müssten.

Mit anderen Worten: Es ist reine Glückssache, ob mein Haarschnitt hinterher meinen Anweisungen entspricht oder nicht. Ich bin mir z.B. ziemlich sicher, dass ich gestern mit keinem Wort Stufen (layers) erwähnt habe, als ich beschrieben habe, wie ich gerne meine Haare hätte. Trotzdem sind meine Deckhaare eine Handbreit kürzer als die Haare darunter. Mir ist auch nicht ganz klar, warum meine rechte Seite ungefähr einen Zentimeter länger ist als meine linke Seite. Und wieso die gute Frau mir ohne meine Zustimmung meinen Pony geschnitten hat, ist mir auch ein absolutes Rätsel. Aaaaaaahhhhhhhhhhhhh!

Die Moral von der Geschichte:
Sobald Ihr einen amerikanischen Frisör seht: Rennt um Euer Leben!!!

23.01.2007

A million pieces

Well, usually I do not write about my work or my students, but today, I just have to make an exception. Yesterday, classes started again and when I was just about to get ready for teaching, I got a new email.
One of my former students had remembered me and written me a message. He had stumbled across an old email I had sent him four (!) years ago.
I used to email my students their final grades and always included some nice words about how glad I was that I had them as my students and that I wished them all the best for the future.
Now, that he had graduated, he found that old email and just wanted to tell me how much he enjoyed my class. How sweet is that!!!
In addition to that, I picked up my evaluations from last semester and all of my students had written really nice things about me. What a great start into the new semester!

I am feeling so good - if I were feeling any better I would burst into a million pieces. :o)

21.01.2007

Was tun, wenn`s schneit?

Es schneit und schneit und schneit hier. Eigentlich sollte ich dieses Wetter nutzen, um schön zu Hause zu bleiben und etwas Arbeit geschafft zu bekommen. Was ich auch werde, aber da ich ja mittlerweile Internet-süchtig bin, muss ich ab und zu mal ein wenig im großen Netz rumstöbern. Und da bin ich auf diese Seite gestoßen, wo man ein Foto hochladen kann und dann sagen sie einem, mit welcher Berühmtheit man Ähnlichkeit hat. Da ich ja schon immer wusste, dass ich zum Star geboren bin (Nicht wirklich. Nur im Kindergarten durfte ich im Weihnachtsstück mal eine Schneeflocke spielen), musste ich das natürlich gleich mal machen. Also hier ist das Ergebnis:



Okay, the photo I used is not the best picture ever taken of me. But still, I am supposed to look like Katie Holmes??? I don`t see it. Is it the hair color or eyes? Maybe if I lost half of my weight. Maybe. I also tried some other pictures of me, but because of some strange reason, Katie Holmes always popped up.
And Michelle Chong??? Apparently, the program did not realize that I am not Asian. I am so not Asian at all. I know a specific friend of mine would like me a whole lot more, if I were, but no, that`s just not me. Sorry.
I also don`t see any resemblence to any of the other celebs, but it was fun to try this out. Now, back to work.

P.S.: If I really look like Katie Holmes, why don't I have a boyfriend like Tom Cruise??? Okay, I absolutely do not agree with this whole Scientology thing he is into and I also have to object his stance on post-partum depression. But after all, we are just talking looks here. So, where is my Tom?

19.01.2007

Mein Agent und ich

So, da soll ich also eine weitere Alltagsgeschichte schreiben und mir fällt nichts wirklich Interessantes ein, was wahrscheinlich daran liegt, dass der Alltag noch nicht ganz bei mir eingesetzt hat. Die Vorlesungen beginnen erst am Montag wieder. So lange gehe ich noch zu Vorbereitungstreffen, arbeite an meiner Studie und telefoniere stundenlang mit meiner Familie und Freunden.

Ich hab mir auch schon Gedanken gemacht, ob dieses Land wirklich alle Auslandsgespräche abhört. Das hört man ja immer mal wieder. Eigentlich finde ich es auch ganz gut, dass sie versuchen, ihr Land zu beschützen, aber ob das Abhören meiner Telefongespräche dazu beiträgt, wage ich schwer zu bezweifeln. Schließlich bin ich ja nur eine arme kleine Studentin, die nichts Böses im Sinn hat und auch keiner Fliege etwas antun könnte. Selbst Amerikanern nicht.

Falls sie es aber doch machen (das Abhören meiner Gespräche), haben die aber ganz schön was mit meiner Leitung zu tun. Da ich fast jeden Tag mit meinen Eltern oder meiner Oma telefoniere, kommt da `ne Menge Zeit zusammen. Damit sichere ich bestimmt irgendwo einem Agenten seinen Arbeitsplatz. Durch die Telefonate mit meiner Oma finanziert er sich dann noch einen kleinen Zweitwagen für seine Frau, eine Zahnspange für seinen Agentennachwuchs oder einen Skiurlaub mit seiner Familie in Colorado oder so. Den braucht er dann auch, denn meine Gespräche sind ja so ungefährlich, dass er sich beim Abhören wahrscheinlich immer halb zu Tode langweilt. Es sei denn, er hört auch gern zu, wenn meine Oma davon erzählt, dass ihr Urenkel sie am letzten Sonntag angelacht hat oder dass meine Tante beim Frisör war. Wenn man es ganz genau nimmt, sichere ich somit nicht nur einen amerikanischen Arbeitsplatz, sondern meine Tante trägt mit ihrem Frisörbesuch in Deutschland auch noch dazu bei, dass die Familie meines Agenten Geld ausgeben kann und es somit der amerikanischen Wirtschaft gut geht. (Hmmm, vielleicht doch ein wenig zu weit gedacht...)

Neeh ehrlich. Mein Agent sitzt da irgendwo in seinem kleinen Cubicle und tut den lieben langen Tag nichts anderes als meinen Gesprächen zu lauschen und dazu Notizen auf seinem Computer zu schreiben. Wenn er Glück hat, darf er auch ab und zu mal meinen Blog lesen. Huhu, Agent! :o)

Tja, mein armer kleiner Agent. Du hast dir bestimmt auch einen interessanteren Job vorgestellt als du anfingst für die Regierung zu arbeiten. Vielleicht hast du gedacht, du dürftest wie James Bond in einem schnellen Wagen mit einer hübschen Frau auf dem Beifahrersitz gefährliche Verbrecher jagen. Und vielleicht ist auch alles ganz gut nach Plan verlaufen...

... bis am zweiten Arbeitstag alle neuen Agenten einer Person zugeordnet wurden, die sie bespitzeln sollten. Du hast natürlich gehofft, jemanden zu bekommen, der ein international gesuchter Verbrecher mit lauter Mafiakontakten ist oder wenigstens eine gutaussehende verdeckte Agentin aus einem anderen Land, die vielleicht als Nebenjob noch einen Telefonservice mit kostenpflichtiger 0180 Nummer betreibt.

Ich kann mir richtig die Entäuschung vorstellen, die dir ins Gesicht geschrieben stand, als ausgerechnet ich dir dann zugeordnet wurde, eine unscheinbare Studentin ohne Geld, ohne Auto, ohne polizeiliche Vorstrafen.

„Naja,“ magst du gedacht haben, „wenigstens ist sie Deutsche. Die sind ja bekanntlich alle böse.“ Und in dir flammte ein letzter winziger Hoffnungsfunken auf. Vielleicht würdest du es deiner Schwiegermutter doch noch heimzahlen. Sie hatte immer behauptet, dass Agent sein ein langweiliger Schreibtischjob ohne Perspektive sei und deine Frau besser den reichen Computerexperten hätte heiraten sollen.

Doch dann klingelte bei mir plötzlich das Telefon und vom anderen Ende des Hörers schallte es:

„Guten Morgen, meine süße kleine Nici-Maus. Hier ist deine Mami. Hast du gut geschlafen?“

Und genau in diesem Moment fingst du an, auszurechenen, wie viele Stunden es noch dauern würde bis mein Visum auslaufen und du von diesem Job erlöst werden würdest.

Tja, ich kann mir vorstellen: Agent sein ist nicht leicht. Ich hoffe, Du und Deine Familie hattet wenigstens Spaß beim Skiurlaub in Colorado.

Und ihr, liebe Blog-Leser, tut meinem Agenten und mir doch bitte einen Gefallen und hinterlasst einen Kommentar in meinem Blog. Heute hat nämlich meine

ALLERERSTE DE-LURKING WOCHE

angefangen. Yeahy!

Auch im Namen meines Agenten, der auf diesem Foto nicht erkannt werden will, freue ich mich schon jetzt riesig auf eure Kommentare!



* The de-lurking button was created by this blogger.

17.01.2007

Winter in Wisconsin

Ist es ein Zufall, dass Winter und Wisconsin mit derselben Buchstabenkombination beginnen? - Ich glaube nicht.

Ich war wieder aus Deutschland zurück und hatte es noch gerade geschafft, die nötigsten Lebensmittel einzukaufen, da fing es an zu schneien.... und hörte erst 2 Tage später wieder auf. Und da sah es dann so aus:


(Man beachte nicht nur die Massen auf dem Dach, sondern auch auf meinen Fensterbänken unten.)

Schnee ist ja eigentlich ganz schön, aber wenn man vergessen hat, Wasser einzukaufen (das Leitungswasser hat hier weiße Flöckchen - fragt mich nicht wovon) und das Auto einem vor ein paar Wochen weggestorben ist, wird man den Schnee ziemlich schnell wieder leid. Und trotzdem! Bei einem blauen Himmel wie diesem bei -14 Grad Celsius, schleppe ich auch 2 Gallonen Wasser (9.46 l) einen Kilometer weit nach Hause.




Hier ein Blick über die "Terrace" beim Campus:

Der See ist noch nicht ganz zugefroren, aber wir arbeiten noch daran.

Außerdem muss ich noch erwähnen, dass ich mich super-super-superdoll gefreut habe, weil mein Blog zum allerallerallerersten Mal bei einem anderen Blog in der Blogroll erschienen ist. Yeahy!!! Freu! Danke, A-Heldin vom Sistaweb. Ihr solltet Ihren Blog unbedingt auch mal auschecken, denn er ist echt supercool.

Und bitte nicht vergessen: In 2 Tagen ist es soweit! Vom 19.-26. Januar findet meine ganz persönliche De-Lurking Week statt. (Eine Woche später als die offizielle delurking week, da in der Woche bei und dann auch das Semester los geht.) Also in der Zeit bitte alle wie wild Kommentare hinterlassen. Ich verspreche im Gegenzug auch ganz viele neue Einträge zu schreiben, damit ihr auch was zum kommentieren habt. Freu mich schon darauf zu sehen, wer die 3 Leute sind, die meinen Blog regelmäßig lesen. :o)

14.01.2007

wieder da

Bin wieder gut in Madison angekommen. Wer hätte das gedacht!?!
Als mein Flieger in Madison gelandet ist, dachte ich schon, ich hätte meine Reise gut überstanden, aber da war ich noch nicht meinem Kamikaze-Taxifahrer begegnet. Der Typ ist hier mit konstanten 50 miles durch die 25 Meilenzone in der Innenstadt gebrettert. Und wer braucht schon einen Blinker, wenn man die Fahrspur wechseln will? Ich sag es Euch, in den Blicken der anderen Verkehrsteilnehmer stand die Todesangst geschrieben. An seinem Akzent konnte ich erkennen, dass mein Fahrer wohl nicht hier aufgewachsen ist, und sein Fahrstil bestätigte, dass er aus einer Kultur stammte, in der rote Ampeln wohl doch nur optional gelten. Nach ein paar angsterfüllten Minuten bin ich dann aber doch in meinem Apartment angekommen.

Nun heißt es also aufräumen, putzen und mich auf das neue Semester vorbereiten. Wie schon im letzten Semester beschrieben, stellt das Aufräumen in meiner Wohnung einen Kampf gegen die Gesetze der Physik dar. Zum Glück haben mich meine Freunde in Deutschland (Hallo Dominik und Jutta!!!) über Weihnachen in die hohe Kunst des Aufräumens nach Feng Shui eingeführt (zu Deutsch: Wegwerfen, was nicht gebraucht wird). Deshalb werd ich jetzt erst einmal meinen Weihnachtsbaum abbauen und dann sollt Ihr mal sehen, wie hier das Shi nur so durch meine Wohnung fließen wird. Schließlich kann ich für meine Doktorstudie in diesem Semester gar nicht genug positive Energie sammeln. Wünscht mir Glück!

04.01.2007

My very own delurking week


My very own de-lurkign week will be Jan. 19th-26th, 2007.

The official de-lurkign week created by Paper Napkin takes place a week earlier, but because of Christmas break etc. mine will be a little later. So pleeeeeease de-lurk during this week and show me that I have more than just 3 readers!!!If you want to find out more about lurking and de-lurking check out this or this.

This is where I found the neat de-lurking buttons.


AUF DEUTSCH:

Vom 19.-26. Januar 2007 findet meine eigene de-lurking Woche statt oder zu Deutsch, die Ich-Zeig-Mich-Dir Woche (in der Ihr einen Kommentar auf meiner Blogseite hinterlassen sollt).

Die richtige de-lurking Woche, die von Paper Napkin erfunden wurde, findet eigentlich etwas früher statt, aber wegen den Weihnachtsferien etc. wird meine etwas später sein. Also büüüüüüütte de-lurkt alle während dieser Woche und beweist mir, dass ich mehr als nur 3 Leser habe.Falls Ihr mehr darüber erfahren wollt, was lurking und de-lurking ist, lest doch einfach dies hier oder das hier.

29.12.2006

Christmas lights

In case you wondered, why I did not write anything during the last week or so: No, I did not fall into a sugar coma after eating too many Christmas cookies. I celebrated Christmas with my family in Germany. And this also answers what I got from the Christkindl this year: A plane ticket home - like every year. And even though, I did not write a blog entry in a while, I changed my template a little, and my entries are now sorted according to "labels" that you can find in the leftpanel. There are more changes coming up, but it is a surprise, so check it out next year.

It’s great being back home. I already caught up with some friends. It is so nice seeing them again and I really enjoy my time here. Even thought it is also a little... hm...let’s say... exhausting... living under my parents’ roof.

I love my parents dearly, but I just don’t get them. I know what you are thinking: Once you grow older, you’ll understand. But hey, I am already old! I am no longer eligible for any youth discounts and let’s face it: I remember the 80s.

Anyway... My parents came up with the great idea to save energy. I like the idea:

Let’s save energy.

Let’s save the planet.

Let’s save my parents’ retirement fond and keep the electricity bill down.

First step: Switch off the lights.

I don’t mind switching off the lights, when I leave a room. But I do mind if somebody switches off the lights when I am in the room and when it is dark outside. I was reading in a corner of the living room, someone came in and switched off the lights. If they asked at least if somebody was in the room, but their motto seems to be: If nobody protests, it’s okay.

The same spiel when I was in the bathroom minding my own business. Someone switched off the lights from the outside. I had not the slightest chance to say anything.

Well, all of this would not be too bad. I can live in the dark. Who needs light anyway. But guys, you have not seen the Christmas tree that my father ... oh pardon me... the Christkindl set up in our house. There is no doubt in my mind that my dad could compete with Chevy Chase or Tim the toolman Taylor, when it comes to Christmas lights. Every year he seems to be trying to break the world record in installing the most lights in a Christmas tree. You better avoid any direct eye contact with the Christmas tree or otherwise you might be blinded at least till New Year’s. I have serious doubts about a lower electricity bill this month.

I would love to show you a picture of our tree here, but my camera wouldn’t work with all the lights in it. Sorry.

23.12.2006

Christkindlmarkt

Today, I meant to post a couple of pictures of the Christmas Market in Dortmund, but due to the fact that I can't handle my digital camera very well, they all turned out kinda like this:

Or like this:




And in honor of my newest readers from Canada, I even attempted to take a picture of a Canadian booth, where some guys from B.C. sold fur, but even that picture did not turn out well. In the center and over the heads of the Asian choir, you can still kinda see the Canadian flag.

Well, as you can see there were lots and lots of people from all over the world. Especially the booths that sold Glühwein were jam-packed. But still, there was a great atmosphere and I love walking over the Christmas market.

The only picture that turned out half way okay is this one. It proves that you can actually find Starbucks everywhere. And guess what, they sell the same holiday flavored lattes as they do in the States. I was flabbergasted.


18.12.2006

Ho Ho Holiday Break

Okay, I am taking a Christmas Break from posting in German. For the next weeks, I'll only post in English, because I have the strong suspicion that during that time, most of my readers will be American. :o) Hihi.

This post is about my favorite Christmas tradition. I got the idea to write about my favorite tradition from another blog I read on a regular basis. You should go and check it out, too. It's great.

The thing I love most about Christmas is the waiting. Well, I have to admit that nowadays, for me Christmas is not about waiting at all. The weeks before Christmas are the busiest weeks of the year. I have to write papers, grade my students' work, attend some Christmas parties and all that while I am trying to solve world's biggest mystery, namely finding out what I could give my parents for Christmas. If there is one thing, I have absolutely no time for, then it is sitting down and waiting.

However, it wasn't always like this. I remember when I was a child, Christmas was all about waiting. It does not take a genius like Einstein to figure out that time is relative. Every child knows that time runs slower the closer you get to the big day. And then on Christmas eve, the hands on our kitchen clock went so slowly as if they were stuck with molasses which we had just used for baking Christmas cookies, a couple of days ago.

When you are seven years old, Christmas Eve is the longest day of your life. As every year for Christmas, I was not allowed to step into the living room, because the Christkindl was about to bring the Christmas tree and gifts. Only my Dad had the privilege to help. He locked the door behind him and hung a scarf in front of the key hole. No peeking allowed, otherwise the Christkindl wouldn't come.

So, here I was waiting. And waiting. And waiting. My mom was cleaning the house and told me to pick up my room, too. No child likes cleaning their room during the year, but on Christmas Eve it's sheer torture. You don't want to sort through Legos and crayons, while the biggest event of the year is going on in your living room! Why do parents not get that! But the Christkindl likes kids who do as they are told, so my room was never more organized than on Christmas Eve.

And then I was waiting again. And waiting and waiting. This was before we had game boys and Playstations or satelite TV. We only had 3 channels and the TV was in the living room, which was out of limits anyway. So, here I was waiting and waiting again. I was not allowed to leave the house, because it was Christmas Eve and that's a family holiday. However, we did not seem like much of a family to me that day. My father was out of sight in the forbidden living room and my mom was stressed out cleaning and cooking. For her, time seemed to run away, while I was still stuck in a timeless zone of waiting. I wanted to help, but she never let me. I was just in her way. So, I was waiting again.

In the afternoon, we went to church for the Christmas service, but our pastor was old and the service was not "child friendly". More waiting. This time on a hard church bench, not being allowed to move or speak. Listening to words I did not understand, about the evil in the world I had not seen and salvation I had no concept of. So, here I was again: Waiting.

Back at home, we would have Christmas dinner, but what child can eat when the Christkindl is right next door?! After I was scolded for not eating my veggies and my parents had argued about some spilled red wine, my Dad returned to the forbidden zone to give the Christkindl one last hand with the preparations.

So, here I was again. Waiting. This time with my mother. Waiting to hear Christkindl's bell that indicated that Christmas was here. Sitting quietly, listening, waiting. But instead of a silver bell ringing from the Christmas room, there usually was a little deep-voiced cursing coming from next door about not finding matches or something. So, my mother would get up and enter the (for me still) forbidden zone. And while the whispered arguing of my parents came to my ear, I was still waiting. Confused, but waiting. And waiting and waiting. Time was almost standing still and I was waiting.

And then out of a sudden, everything would be silent. Total silence. And suddenly the sound of a little bell. The living room door would be opened and there it would be: The Christmas Tree. With candle lights and ornaments. Sparkling and gleaming and lightening up the entire room. For this one moment, time would stand still. The waiting was over. Christmas was here. No more arguing, no more cursing, no more cleaning and cooking and veggies.

There would be peace.

This is my most favorite Christmas memory. Oh yes: There would be presents, too. But nothing would be able to compete with the moment I saw the lit-up Christmas tree for the first time each year.

11.12.2006

Autolos und weihnachtseinkaufssüchtig - eine gaaanz schlechte Kombination

Hallo, bin gerade dabei, den Weltrekord im "zwei Wochen ohne Schlaf auskommen" aufzustellen. Nur noch bis zum Wochenende, dann hab ich es geschafft. Die letzten 10 Tage waren echt der Hammer! Aber naja, es ist ja auch das Ende des Semesters.

Mittlerweile ist hier vieles passiert: Ich bin autolos! Ja genau. Mein Auto ist weg. Heute Morgen abgeholt worden. Ich musste es leider spenden, weil es sonst keiner haben wollte (lange Geschichte). Alles, was jetzt noch von meinem Auto übrig ist, ist die abgebrochene Antenne (die ich aus irgendeinem Grund immer noch habe), Nummernschilder und die 53 cents, die ich heute noch unter dem Beifahrersitz hervorgekramt habe. Ansonsten ist es weg. Mein Äuteken. Ich war richtig traurig!

Für jemanden, der so vom Einkaufen besessen ist wie ich, ist es einfach schrecklich in der Vorweihnachtszeit ohne Auto da zu stehen. Ich wollte doch noch soooo viele Weihnachtsgeschenke einkaufen! Und das geht jetzt nicht mehr wegen mangelndem Auto. So ein Käse! Ich saches Euch!

Das ist noch schlimmer als sich mitten im Hochsommer das Bein zu brechen, nicht schwimmen zu können und die ganze Zeit mit Gips rumlaufen zu müssen. Es ist zwar nur 10 Tage her, seitdem mein Auto sein letztes Tuckern von sich gab, aber ich bekomme hier schon Entzugserscheinungen.

Als ich heute mit dem Bus zur Uni gefahren bin, hat mich selbst die Ampel, die von rot auf grün umgesprungen ist, an die rotgrüne Weihnachtsdeko in der Mall erinnert und ich wollte eigentlich sofort wieder dorthin. Entzugserscheinungen!

Ein Freund von mir war allerdings so lieb, sich für mich nach einem Auto umzusehen. Und am Samstag haben wir uns das Auto auch angesehen. Ich kenn mich ja nicht so mit Autos aus und so. Ich sag immer, dass ich Autos an ihrer Farbe unterscheide. Und soviel kann ich mit Bestimmtheit sagen: Das Auto, was wir uns angesehen haben war rostrot. Wobei die Betonung allerdings eher auf ROST als auf rot liegt. Rost ist nicht so schlimm hier, denn alle Autos sind rostig wegen des Winters und so. Aber wenn der Rost schon richtige Löcher in die Türen gefressen hat und deshalb Schnee im Inneren des Autos ist, dann sage ich selbst als Laie: Hmmm, ist vielleicht nicht ganz so gut.

Ich hätte auch über den zerschlagenen Rückscheinwerfer (? Weiß das deutsche Wort grad nicht) hinwegsehen können, aber es wäre schon gut gewesen, wenn das Auto vielleicht ohne Starthilfe angesprungen wäre als wir zum vereinbarten Termin aufgetaucht sind. Macht immer einen schlechten Eindruck, wenn man ankommt und das Auto bekommt gerade Starthilfe. Es hat mich auch ein gaaaaanz klein wenig beunruhigt, dass das Auto nicht gleichmäßig beschleunigt hat, wenn ich während der Probefahrt aufs Gas gestiegen bin. War aber vielleicht auch besser so, denn richtig gebremst hat es ja auch nicht als ich auf die Bremse stieg. Und rückwärts den Berg rauffahren war auch gaaaanz schlecht. Und als das Auto einmal aus war, war es aus, aber komplett. Nichts ging mehr. Also wieder das Starthilfekabel rausgezückt.

Ja, es war schon ein Abenteuer und ich glaube, ich habe den amerikanischen Seelenpartner meines Äutekens kennen gelernt, aber natürlich nicht gekauft. Ich glaube, der Freund, der das Auto für mich ausfindig gemacht hat, ist jetzt leicht angesäuert, weil ich in dieses "fahrende Wunder" nicht mein letztes Geld investiert habe. Aber naja. Jetzt bin ich also wieder allein auf Autosuche. Wünscht mir Glück, denn das brauch ich wirklich gaaanz dringend.

So, muss jetzt ins Bett. Werde den Weltrekord heute wohl doch nicht mehr brechen.
Gut`s Nächtle allesamt.